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Nach derzeitigen Bestrebungen soll die Transitschneise ab ca. 2045 von Freistadt im Mühlviertel über den touristisch und naturräumlich höchst wertvollen Freiwald ins nördliche Waldviertel führen und von dort über den Bezirk Waidhofen und/oder Zwettl nach Horn und weiter nach Hollabrunn. Damit würde der derzeit vom Waldviertel ferngehaltene LKW-Transit ins Waldviertel zurückkehren und viele Milliarden würden dafür verschwendet werden, die Entleerung der Region weiterzutreiben, den Güter- und Personenverkehr auf der Franz Josefs-Bahn zu konkurrenzieren und wertvolle Landschaften zu zerschneiden und zu entwerten.

Drei von vielen Argumenten zu den geplanten Transitschneisen einer „Waldviertelautobahn“: 

  1. Eine Autobahn erspart den WaldviertlerInnen weder Geld noch Reisezeit, sondern bringt sehr viel LKW-Transitverkehr, Lärm und Umweltbelastung und vernichtet dauerhaft 2000 ha wertvoller Agrarfläche. Die Nordwesteinfahrt von Wien kann zusätzlichen Verkehr nicht mehr aufnehmen und die durch Schnellfahren gewonnene Zeit geht im Stau wieder verloren.
  2. Der Beschäftigungseffekt beim Autobahnbau ist niedriger als bei fast allen anderen Arten, dasselbe Steuergeld einzusetzen. Nach einem Autobahnbau gehen Arbeitsplätze verloren (untersucht in der Schweiz, in Südburgenland und dem Lungau). Viele kleine und mittlere heimische Handwerks- und Gewerbebetriebe werden dem steigenden Konkurrenzdruck von Konzernen zum Opfer fallen.
  3. Daher: Die Milliarden, die eine Autobahn kostet, können im Waldviertel für Bildung, Klimaschutz, Energieautonomie, schnelle Bahnanbindung, Datenautobahn und Förderung von Gewerbe und Landwirtschaft viel besser eingesetzt werden.

Ein NEIN zu Transitschneisen ist somit ein

  • JA zu einer Datenautobahn, ein
  • JA zu einer schnellen Franz-Josefs-Bahn, ein
  • Ja zu mehr Angeboten in einem leistbaren öffentlichen Verkehr
  • JA zu mehr Investitionen in Bildung, Gesundheit, und Unterstützung für Klein- u. Mittelbetreibe, und so ein
  • JA zu einem lebenswerten Waldviertel

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